Sophie Imelmann verlässt Gerichtssaal unter Tränen: Neue Zeugenaussagen im Yasin-Prozess

Am Montag, dem 12. Oktober, wurde der Strafprozess gegen Yasin Mohamed vor dem Amtsgericht München fortgesetzt. Für Sophie Imelmann war der Verhandlungstag besonders belastend: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, verließ sie weinend mit ihrer Anwältin den Sitzungssaal. Diese erklärte anschließend gegenüber der Vorsitzenden Richterin, ihre Mandantin habe einen Nervenzusammenbruch erlitten. Sophie tritt in dem Verfahren als Nebenklägerin auf.
Die Staatsanwaltschaft wirft Yasin vor, die Schauspielerin nach den Dreharbeiten zu „Love Island VIP“ im Juli 2024 vergewaltigt zu haben. Er bestreitet den Vorwurf über seine Verteidigung. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Anklage schildert Vorfall nach den Dreharbeiten
Yasin und Sophie lernten sich bei "Live Island VIP" kennen und bildeten dort ein Couple. Nach Angaben der SZ bestand außerhalb der Sendung jedoch keine feste Beziehung. Vor ihrer Rückreise übernachteten beide in einem Hotel im griechischen Korinth. Nach einem Streit hätten sie zunächst getrennte Zimmer bezogen. Sophie sei später zu Yasin gegangen, um die Auseinandersetzung zu klären.
Laut Anklage kam es dort zu einvernehmlichen Küssen und Berührungen. Geschlechtsverkehr habe Sophie ausdrücklich abgelehnt. Yasin soll sich dennoch zweimal über ihr Nein hinweggesetzt haben. Dass sie anschließend in seinem Zimmer blieb, erklärt die Anklage laut SZ mit ihrer Überforderung in der Situation.
Psychologe berichtet über gemeinsames Gespräch
Am Montag wurden eine Kandidatenbetreuerin und der Show-Psychologe als Zeugen befragt. Laut TAG24 schilderte der Psychologe, dass Sophie ihm nach dem Dreh von dem mutmaßlichen Übergriff erzählt habe. Zunächst habe sie keine Anzeige erstatten wollen, weil sie negative öffentliche Reaktionen befürchtet habe.
Später habe ein Gespräch zwischen Sophie, Yasin, der Betreuerin und dem Psychologen stattgefunden. Dabei soll Sophie Yasin gefragt haben:
„Wieso verstehst Du ein Nein nicht?“
Nach Aussage des Psychologen habe Yasin schockiert reagiert und die Nacht als einvernehmlich beschrieben. Dass er zweimal in Sophie eingedrungen sei, habe er laut dem TAG24-Bericht im Gespräch bestätigt. Ob dies gegen ihren erkennbaren Willen geschah, ist Gegenstand des Strafverfahrens.
Verteidigung weist Vergewaltigungsvorwurf zurück
Yasin äußerte sich beim Prozessauftakt nicht selbst zu den Anschuldigungen. Seine Verteidigung erklärte in seinem Namen, die Zärtlichkeiten seien einvernehmlich gewesen:
„Unser Mandant respektierte den Wunsch, keinen Geschlechtsverkehr zu vollziehen.“
Die Vernehmung des Psychologen soll laut TAG24 Ende Oktober fortgesetzt werden. Ein Urteil könnte dem Bericht zufolge frühestens Anfang November fallen.
Die Vorgeschichte
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Verwendete Quellen
- sueddeutsche.de:Süddeutsche.de
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