Jimi Blue fehlt beim Prozess in Österreich – und jetzt wird auch in Köln gegen ihn ermittelt

Jimi Blue Ochsenknecht hat weiterhin Ärger mit der Justiz. Während in Österreich am Donnerstag voraussichtlich das Urteil im Prozess um eine jahrelang unbezahlte Hotelrechnung fällt, laufen in Deutschland bereits Ermittlungen wegen eines weiteren Betrugsverdachts. Die Staatsanwaltschaft Köln bestätigt ein Verfahren gegen den Reality-Star.
Jimi erscheint nicht zum Prozess in Innsbruck
Beim voraussichtlichen Abschluss seines Prozesses vor dem Landesgericht Innsbruck wird Jimi Blue Ochsenknecht nicht persönlich erscheinen. Wie DIE ZEIT unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur berichtet, habe sein Anwalt das Gericht über sein Fernbleiben informiert.
Die Verhandlung soll deshalb in Abwesenheit des 34-Jährigen stattfinden. Mit einem Urteil wird noch am Donnerstag gerechnet.
Auch BILD berichtet über Jimis Entscheidung. Sein Verteidiger Lukas Staffler erklärt, sein Mandant sei bereits zu dem Fall befragt worden und habe Stellung genommen.
„Insofern hätte es keinen Mehrwert, wenn er erscheinen würde.“
Hotelrechnung blieb jahrelang offen
In dem Verfahren geht es um eine Geburtstagsfeier Ende 2021 im Hotel Sonne in Kirchberg in Tirol. Dort entstand eine Rechnung über 13.827,35 Euro, die zunächst über Jahre nicht beglichen wurde.
Im Sommer 2025 wurde Jimi aufgrund eines Haftbefehls festgenommen und saß anschließend 23 Tage in Haft. Die offene Rechnung wurde später bezahlt.
Im ersten Verfahren sollte der Fall zunächst über eine sogenannte Diversion beendet werden. Jimi zahlte dafür 18.000 Euro auf ein Justizkonto, eine strafrechtliche Verurteilung wäre damit ausgeblieben.
Die Staatsanwaltschaft ging dagegen jedoch erfolgreich vor. Das Oberlandesgericht Innsbruck ordnete die Fortsetzung des Strafverfahrens an.
Jimi bestreitet weiterhin, von Anfang an mit Betrugsvorsatz gehandelt zu haben.
Gleichzeitig betont er, nicht mit der Absicht gehandelt zu haben, Kosten zu verursachen, obwohl er gewusst habe, dass er diese nicht bezahlen könne.
Neue Betrugsermittlungen in Köln
Parallel zum Verfahren in Österreich ist nun ein weiterer Fall bekannt geworden. Nach Informationen von BILD ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln gegen Jimi Blue Ochsenknecht wegen eines angezeigten Betrugs aus dem Jahr 2024.
Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer bestätigte der Zeitung, dass die Staatsanwaltschaft Köln das Verfahren im September 2025 von der Staatsanwaltschaft Hannover übernommen habe. Die Ermittlungen würden weiterhin laufen.
Welche konkreten Vorwürfe Gegenstand des Verfahrens sind, wurde bislang nicht bekannt.
Als BILD Jimi auf die Ermittlungen ansprach, erklärte er:
„Davon weiß ich nichts.“
Auch sein Anwalt äußerte sich dem Bericht zufolge zunächst nicht zu dem Kölner Verfahren.
Wichtig ist: Die Ermittlungen in Köln stehen nicht im Zusammenhang mit der unbezahlten Hotelrechnung in Österreich. Es handelt sich um zwei voneinander getrennte Fälle.
Verwendete Quellen
- zeit.de:DIE ZEIT
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