Melissa Damilia packt vor Gericht über strenge Regeln bei „Love Island VIP“ aus

Im Strafprozess gegen Realitystar Yasin Mohamed hat Melissa Damilia vor dem Münchner Amtsgericht über die Bedingungen hinter den Kulissen von „Love Island VIP“ gesprochen. Die ehemalige Bachelorette schilderte dabei strenge Vorgaben für die Kandidaten – von Isolation und psychologischen Tests bis hin zu weitreichenden Einwilligungen für intime Aufnahmen.
Isolation und psychologische Tests vor dem Dreh
Noch bevor die eigentlichen Dreharbeiten beginnen, werden die Teilnehmer offenbar weitgehend von der Außenwelt abgeschirmt. Sophie Imelmann erklärte vor Gericht, dass sie vor der Produktion rund zehn Tage allein in einem Hotel untergebracht gewesen sei – ohne eigenes Mobiltelefon. Lediglich einen Anruf bei ihrer Mutter habe sie führen dürfen.
Auch Melissa Damilia bestätigte, während dieser Phase kaum Kontakt nach außen gehabt zu haben. Zusätzlich würden die Kandidaten vorab intensive psychologische Gespräche durchlaufen. Dabei gehe es unter anderem um persönliche Ängste und andere sehr private Themen.
Nach Aussage von Melissa fließen diese Gespräche offenbar auch in die spätere Darstellung innerhalb der Show ein. Die Teilnehmer würden bestimmten Rollen zugeordnet. Sie selbst sei etwa als „die Tiefgründige“ eingeordnet worden, Sophie Imelmann als „die Emotionale“ und Yasin Mohamed als „der Showman“. Daneben habe es weitere Rollen wie etwa eine „Troublemakerin“ gegeben.
Selbst Toilette und intime Momente werden gefilmt
Besonders weitreichend sind offenbar die vertraglichen Regelungen zu den Aufnahmen. Melissa erklärte vor Gericht, dass in der Villa grundsätzlich nahezu alles gefilmt werde. Aus Sicherheitsgründen betreffe dies demnach sogar die Toilette.
Die Kandidaten würden zudem einwilligen, dass grundsätzlich auch sehr private Szenen ausgestrahlt werden könnten. Dazu zählten laut Melissa ebenfalls sexuelle Situationen, die entsprechend zensiert gezeigt werden könnten.
Wer bestimmte Körperbereiche nicht nackt im Fernsehen sehen wolle, müsse dies vorher vertraglich festhalten. In solchen Fällen würden entsprechende Stellen bei der Ausstrahlung digital verdeckt.
Kondompflicht und Tests auf Geschlechtskrankheiten
Auch das Sexualleben der Kandidaten ist demnach detailliert geregelt. Vor der Teilnahme müssen offenbar Tests auf Geschlechtskrankheiten durchgeführt werden. Zudem besteht laut den Aussagen im Prozess die Vorgabe, beim Sex Kondome zu verwenden.
Darüber hinaus müssen die Teilnehmer versichern, zum Zeitpunkt der Dreharbeiten keine feste Partnerin beziehungsweise keinen festen Partner außerhalb der Show zu haben.
Sophie Imelmann: Produktion wollte Paarung mit Yasin Mohamed
Vor Gericht wurde außerdem thematisiert, wie stark die Produktion Einfluss auf die Paarbildung genommen haben soll. Sophie Imelmann erklärte, eigentlich Interesse an einem anderen Kandidaten gehabt zu haben.
Nach ihrer Darstellung habe das Produktionsteam jedoch gewollt, dass sie weiterhin mit Yasin Mohamed gekoppelt bleibe. Nach einem gemeinsamen Date habe sie deshalb auch mit ihm in einem Bett schlafen sollen.
Die Aussagen fielen im Rahmen des Strafverfahrens gegen Yasin Mohamed. Sophie Imelmann wirft ihm vor, sie nach den Dreharbeiten im Jahr 2024 in einem Hotel in Griechenland vergewaltigt zu haben. Mohamed bestreitet den Vorwurf. Über Schuld oder Unschuld entscheidet das Gericht.
In dem Verfahren sollen weitere Personen aus dem Umfeld der Produktion aussagen. Unter anderem wird auch eine Aussage des Psychologen der Show erwartet.
Die Vorgeschichte
Verwendete Quellen
- m.bild.de:bild.de
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