Olivia Jones steht als schrille Ikone der Drag-Kultur und geschäftstüchtige Unternehmerin wie kaum eine andere für die bunte Vielfalt der Hamburger Reeperbahn. Geboren als Oliver Knöbel in Springe, zog sie nach ersten Travestie-Versuchen in der Schulzeit und Anfängen im Pulverfass Cabaret nach Hamburg, um sich im Schmidt Theater ihre eigene bühnenhafte Existenz aufzubauen. Mit dem Titel als Miss Drag Queen Of The World in Miami öffneten sich im Anschluss die Türen für eine lange und sichtbare Karriere im deutschen Fernsehen.
Vom Travestiestar zum Dschungel
Der landesweite Durchbruch im Fernsehen gelang Olivia Jones im Jahr durch die Teilnahme bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, wo sie hinter Joey Heindle den zweiten Platz belegte und als Dschungelkönigin der Herzen gefeiert wurde. Dieser Erfolg katapultierte die Bekanntheit in neue Sphären und brachte eigene Formate wie Der VIP-Bus – Promis auf Pauschalreise sowie Engagements als Reporterin und Moderatorin ein. Neben dem Bildschirm profilierte sich Olivia Jones auch gesellschaftspolitisch, ob bei einer Gegenkandidatur zur Hamburger Bürgerschaftswahl oder als erste Dragqueen im Wort zum Sonntag. Als Moderatorin von Das große Promi-Büßen konfrontiert Olivia Jones Prominente in der Runde der Schande mit ihren Verfehlungen der Vergangenheit.
Das Kiez-Imperium auf St. Pauli
Abseits des Fernsehens hat sich Olivia Jones auf der Reeperbahn ein echtes Wirtschafts- und Kulturreich aus fünf eigenen Betrieben wie der Olivia Jones Bar und Olivias Show Club erschaffen. Touristenführungen wie Olivias Safari und Hafenrundfahrten ergänzen das geschäftliche Standbein, während Bücher wie die Biografie Ungeschminkt: Mein schrilles Doppelleben das Repertoire abrunden. Mit Hunderttausenden Followern und Projekten wie einem eigenen TV-Biopic bleibt Olivia Jones eine feste und einflussreiche Größe in der deutschen Medienlandschaft.