"Bad Boyfriends"-Wiedersehen auf Instagram: Nasrin Rapp über Joshs Tränen, Charlotte Engelhardt über ihre Rückkehr

"Bad Boyfriends"-Wiedersehen auf Instagram: Nasrin Rapp über Joshs Tränen, Charlotte Engelhardt über ihre Rückkehr

Martini "Teezy" Lombaya, Gewinner der ersten "Bad Boyfriends"-Staffel, hat den Cast der RTL+-Show zu einem inoffiziellen Wiedersehen versammelt - nach eigenen Worten ohne Auftrag der Produktion. Weil der erste Livestream nach rund einer Stunde an technischen Problemen scheiterte, ging er kurz darauf ein zweites Mal auf Sendung: zusammen mehr als zweieinhalb Stunden, in denen er mit Partnerin Jeje Lopes nacheinander mehrere Paare der Staffel und schließlich Moderatorin Charlotte Engelhardt zuschaltete. Die Fragen hatten Zuschauer vorab eingereicht.

Teil 1: Verlobungsandeutung, Unfall-Wendepunkt und Streit zum Schluss

Antonio Quagliata und Alessandra Riili zeigten sich demonstrativ vereint: Auf die Frage nach dem Beziehungsstatus antwortete Quagliata, sie seien "mehr als ein Paar" - und deutete an, "bald was Großes" mit ihr vorzuhaben.

Sehr persönlich wurde es bei Mirko und Angelika Melching: Angelika schilderte, wie ihr schwerer Verkehrsunfall nach der Krise des Paares zum Wendepunkt wurde. Mirko sei "die erste Person" an ihrem Krankenbett gewesen - die Versöhnung habe dennoch rund anderthalb Jahre gedauert.

Hitzig endete der erste Teil: Santino Schwarzenberger und Alenssia Trasca gerieten live mit der zugeschalteten, im fünften Monat schwangeren Nasrin Eileen Rapp aneinander. Es ging um gegenseitige Blockierungen auf Instagram, um die Frage, wer in der Show mit Allianzen begonnen hatte, und um alte Vorwürfe rund um Josh Stodel. Rapp bat mit Verweis auf ihre Schwangerschaft um Ruhe, nahm Schwarzenberger in der Allianz-Frage aber auch in Schutz. Kurz darauf brach der Stream ab.

Im zweiten Anlauf teilt Santino weiter aus

Nach dem Neustart legte Schwarzenberger noch einmal nach. Er kritisierte Josua Günthers Frauenbild in der Sendung - dieser habe Frauen behandelt "wie im 18. Jahrhundert", nach dem Motto, "der Mann quasi Gott und die Frau der Hund". Günther und Larissa bezeichnete er als "fake" und warf Günther mit Blick auf dessen "Love Island"-Auftritt "perfektes Schauspiel" vor.

Über sich selbst sagte er, er sei in eine Couple-Show gegangen und nicht in eine Therapiesendung, darauf sei er nicht vorbereitet gewesen. Seit der Show sei er ruhiger geworden - was Trasca mit einem Lachen relativierte.

Nasrin Rapp: "Er hat noch nie so viel geweint"

Den offensten Moment des Abends lieferte Nasrin Eileen Rapp. Josh Stodel war nicht dabei, weil er arbeitete - Geld verdienen sei jetzt wichtig, das Baby komme. Die Ausstrahlung habe sie "solala" erlebt: Sie sei emotionaler geworden und nehme sich Dinge mehr zu Herzen.

Zu Stodels Geständnis beim Dinner-Date sagte sie, sie habe die ganze Zeit ein ungutes Gefühl gehabt und die entscheidende Frage bewusst eingereicht, ohne zu glauben, dass sie ausgewählt würde. Dass es ihr wichtig war, wer sich beim Kuss zu wem hingedreht hatte, verteidigte sie gegen Lombayas Einwand, das mache doch keinen Unterschied:

Ja, für mich schon. Für mich schon, Teezy.

Im ersten Moment habe sie sich zurückgezogen und geweint, erst ein bis zwei Tage später darüber gesprochen.

Der Wendepunkt kam nach dem Dreh

Das Thema Kind habe Stodel nie angesprochen; das Gespräch mit Charlotte Engelhardt in der Sendung habe den Anstoß gegeben. Danach habe sie ihm zu Hause gesagt, er müsse sich entweder für immer wegdrehen oder sich seinen Ängsten stellen und mit seinem Vater reden. Genau das habe er getan - und dabei "richtig krass" geweint, so kenne sie ihn gar nicht. Seine Angst, selbst Vater zu werden, habe mit seiner eigenen Kindheit zu tun.

Vier Monate nach dem Dreh wurde Rapp schwanger; überrascht habe sie das nicht, sie hätten es darauf angelegt. Dem Format sei sie dankbar, es habe ihr Leben in eine positive Richtung gelenkt - "aber wenn wir danach nicht dran geblieben wären, hätte es nichts geändert".

Charlotte Engelhardt: Rückkehr im Schlafanzug

Als letzter Gast schaltete sich Moderatorin Charlotte Engelhardt zu - im Schlafanzug, mit Hund und Tochter im Bild, weil sie den Stream ohnehin die ganze Zeit verfolgt hatte. "Bad Boyfriends" war ihre erste eigene Sendung nach acht Jahren, und in diese Pause fielen private Einschnitte: Trennung, Scheidung, gesundheitliche Probleme, Alleinerziehen. Vieles davon habe sie einbringen können: "Ich konnte mich in jedem Paar wiederfinden." Vor jedem Auftritt sei sie trotzdem "super aufgeregt".

Anfangs habe sie gedacht, die Männer würden sie hassen - tatsächlich sei es Respekt gewesen, sagte ihr einer der Kandidaten. Ihr Ziel sei ausdrücklich nicht gewesen, die Männer zu "manshamen": Sie unterscheide nicht zwischen Mann und Frau. Auf die vielgelobte Szene, in der sie Michelle Mišić beisprang, sagte sie, sie hätte es mit oder ohne Kamera genauso gemacht - sie hätte nie zugelassen, dass neben ihr jemand belogen wird. Female Support werde viel gefordert und selten gelebt.

Auch bei den Kritisierten hat sie sich gemeldet

Bei Mladen "Maki" Doric habe sie sich nach der Ausstrahlung erkundigt, wie es ihm geht, obwohl er sich "scheiße benommen" habe: Es könne ihm nicht gut gehen, und es gebe "Licht am Ende des Tunnels, auch für ihn".

Dass Kandidaten mit auffälligem Verhalten weiter gebucht werden, hält sie nicht per se für falsch - problematisch werde es, wenn immer dieselben Entschuldigungen kommen und sich nichts ändert. Wer sich wirklich ändere und die Zuschauer auf dieser Reise mitnehme, bekomme am Ende mehr Aufmerksamkeit als mit toxischem Verhalten; das habe sie den Betroffenen auch persönlich gesagt. Sender, Produktion und Moderation seien in der Pflicht, Fehlverhalten einzuordnen - sonst lerne niemand etwas daraus.

"Ihr lasst euch ins Herz gucken"

Reality-TV verteidigte Engelhardt offensiv: Man lerne dort Begriffe wie toxisch, Narzissmus oder Mansplaining schneller als anderswo, in Reunions manchmal mehr als in Talkshows. Vor den Kandidaten ziehe sie den Hut. Sie und Lombaya waren sich einig, dass genau das das Schwierigste sei - Engelhardt zugespitzt:

Ich glaube, es ist tatsächlich einfacher, jemand bei Reality zu bumsen, als wirklich ein ernsthaftes Gespräch zu führen.

Dem Genre will sie treu bleiben: Sie wisse noch nicht, was als Nächstes kommt, aber es wäre "lächerlich", wenn es nicht weitergehen würde.

Wer nicht mehr dazukam

Vier weitere Kandidaten schafften es nicht in den Stream - Instagram erlaubt nur vier Personen gleichzeitig:

  • Tyron und Natalia Stee waren mit der Familie unterwegs
  • Josua Günther und Larissa scheiterten an der Zeitverschiebung auf Bali

Zum Schluss wurde es sentimental. Engelhardt habe nicht damit gerechnet, bei ihrer eigenen Sendung "Rotz und Wasser" zu heulen; besonders die Szenen mit den Männern hätten sie jedes Mal erwischt. Einig war sich die Runde am Ende vor allem in einem Punkt: Sie hoffen auf eine zweite Staffel.

Zur Originalquelle: Instagram / @kingmorteezy ↗

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