"Notruf Hafenkante": Manuela Wisbeck klagt über ZDF-Serien-Aus

Vor rund einem Monat wurde bekannt, dass Schauspielerin Manuela Wisbeck die ZDF-Krimiserie "Notruf Hafenkante" verlassen muss. Nun hat die 43-Jährige ihre letzten Szenen abgedreht und offenbart, wie emotional der Abschied für sie war. Ein Anruf der Produzentin riss Manuela Wisbeck den Boden unter den Füßen weg, als ihr kurz mitgeteilt wurde, dass sie künftig nicht mehr Teil der Serie sein wird. Die Schauspielerin, die seit 2009 die Krankenschwester Frauke Prinz verkörperte, war bis Ende des Jahres fest eingeplant und wurde vom plötzlichen Aus mitten in einem laufenden Drehblock überrascht. Als Gründe wurden ökonomische Zwänge und die Einschätzung genannt, ihre Rolle sei eine auserzählte Randfigur. Manuela Wisbeck zeigte sich im Gespräch mit "Bunte" tief betroffen und gestand, nach dem Anruf "den ganzen Tag und die ganze Nacht geweint" zu haben. Besonders hart war für sie die Inszenierung ihres Serienausstiegs: Ihre Figur Frauke Prinz entscheidet sich in der Serie selbst zu gehen. Manuela Wisbeck beschrieb die Dreharbeiten dieser Szene als "Folter", da sie etwas spielen musste, was für sie persönlich nicht zutraf. Gemeinsam mit ihrer Schauspielkollegin habe sie in dieser "ehrlichen, puren und emotionalen" Szene nur geweint. Auch das gesamte Team am Set, vom Beleuchter bis zum Kostüm- und Maskenteam, reagierte bewegt und konnte das Aus von Manuela Wisbeck kaum fassen, was zu vielen Umarmungen und Tränen führte. Ein direktes Wort vom Sender ZDF gab es für Manuela Wisbeck nicht, obwohl sie es sich gewünscht hätte. Mit der Produzentin gab es noch ein persönliches Gespräch am Set, in dem Manuela Wisbeck ihren Standpunkt klar machte, dass die Figur noch nicht einmal richtig erzählt worden sei. Die Produzentin drückte ihr Bedauern aus, und die beiden umarmten sich zum Abschied. Manuela Wisbeck hätte sich für ihre Rolle mehr Tiefe und Zwischenmenschliches gewünscht, doch bei "Notruf Hafenkante" stehe meist der Fall im Vordergrund. Sie räumte ein, dies der Produktion früher hätte sagen sollen, traute sich aber nicht aus Angst vor einer Kündigung – die dann genau so eintrat. Wie es für Manuela Wisbeck nach "Notruf Hafenkante" weitergeht, ist noch offen. Konkrete neue Projekte hat sie nach eigenen Angaben noch nicht, drehte aber zuletzt die Produktion "Einspruch, Schatz" mit Christine Urspruch und hat Ende des Jahres wie gewohnt Theater auf dem Programm. Die aus "Böse Mädchen", "Let's Dance" und "Promi Big Brother" bekannte Schauspielerin ist grundsätzlich für alles offen und schließt auch einen ganz normalen Job nicht aus, da sie der Landwirtschaft verbunden ist und sogar einen Geflügel-Schlachtschein besitzt. Auch eine Teilnahme am "Dschungelcamp" kann sich Manuela Wisbeck vorstellen und hofft, dass sich dies irgendwann ergibt, da sie "nichts mehr zu verlieren" habe.
Zur Originalquelle: T-Online ↗
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