Nina Bott kritisiert Handyvideos bei Kinderfußballspielen
Nina Bott ärgert sich über Eltern, die komplette Fußballspiele ihrer Kinder mit dem Handy aufnehmen. Dabei stört sie nicht nur der mögliche Leistungsdruck: Auf den Videos landen schließlich auch andere Minderjährige, ohne dass deren Familien zugestimmt haben.
Nina Bott wundert sich über die vielen Kameras
Bei einem Kinderfußballspiel am Sonntag fiel Nina auf, wie viele Mütter vom Spielfeldrand aus filmten. Besonders bei einem Team hätten sich die Handys beinahe rund um den Platz verteilt. Für Nina passt das nicht dazu, wie streng Aufnahmen von Kindern in anderen Lebensbereichen behandelt werden.
Dazu zieht sie in ihrer Instagram-Story einen Vergleich mit dem Schulalltag.
„In der Schule müssen wir 1000 Zettel unterschreiben, wenn die Kinder mal aus Versehen irgendwo auf dem Gruppenfoto drauf sind.“
Am Fußballplatz werde dagegen teilweise über die gesamte Spielzeit aufgenommen. Nina fragt sich deshalb, ob einige Eltern bereits Material sammeln, weil sie auf eine spätere Profikarriere ihres Kindes hoffen.
Kinder könnten jeden Fehler erneut sehen
Neben der Frage, wer überhaupt gefilmt werden darf, beschäftigt Nina auch der Umgang mit den Aufnahmen innerhalb der Familien. Sie befürchtet, dass Kinder ihre Fehler später noch einmal ansehen und mit den Eltern besprechen müssen.
Ihre Sorge formuliert sie deutlich.
„Mir tun auch die Kinder so leid, die das dann abends womöglich so analysemäßig noch mal gucken müssen und über ihre ganzen Patzer reden müssen.“
Wie Familien solche Videos verwenden, möchte Nina ihnen nicht vorschreiben. Trotzdem macht sie klar, dass sie eine detaillierte Nachbesprechung jedes Fehlers für belastend hält.
Rundum-Aufnahmen machen Nina Bott skeptisch
Bei einer Mannschaft wirkte das Filmen auf Nina besonders auffällig. Mehrere Mütter hätten an unterschiedlichen Stellen gestanden und ihre Handys auf das Spiel gerichtet. Dadurch entstand bei ihr der Eindruck, dass nahezu jede Perspektive festgehalten werden sollte.
Nina beschreibt die Szene mit ungläubigem Unterton:
„Da standen alle Mütter einmal so ringsum. Da habe ich auch gefragt: Machen die daraus dann irgendwie aus jeder Perspektive einen Film?“
Welcher Verein spielte und auf welchem Platz die Begegnung stattfand, nennt Nina nicht. Ihre Kritik richtet sich allgemein gegen das flächendeckende Aufnehmen von Kinderfußballspielen.
Nina Bott spricht die Mütter nicht an
Am meisten stört Nina, dass nicht allein die eigenen Kinder der filmenden Eltern zu sehen sind. Auch die Mitspieler und die gegnerische Mannschaft geraten unweigerlich ins Bild.
Eine Diskussion am Spielfeldrand wollte Nina dennoch vermeiden. Sie erzählt, weshalb sie in der Situation schwieg.
„Wenn man die dann so drauf anspricht, dann macht man wieder ein Fass auf, und das habe ich dann irgendwie auf mich nicht getraut.“
Zu einer direkten Auseinandersetzung kam es damit nicht. Nina beließ es bei ihrer Kritik in der Instagram-Story und fragte ihre Community, wie andere Fußballmütter solche Aufnahmen beurteilen.
Verwendete Quellen
- instagram.com:Instagram-Story / @ninabott
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