Neue Entwicklungen um JP Kraemer: Ermittlungen wieder aufgenommen – Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

Rund um Jean Pierre „JP“ Kraemer gibt es weitere Entwicklungen. Nachdem der Unternehmer angekündigt hatte, JP Performance und seine weiteren Firmen schließen zu wollen, ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft wieder gegen ihn. Gleichzeitig wächst in Dortmund die Sorge um die Zukunft der Beschäftigten. Auch ehemalige Weggefährten äußern sich zunehmend zu den Vorgängen hinter den Kulissen.
Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen wieder auf
Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt wieder gegen JP wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Ein zuvor eingestelltes Ermittlungsverfahren wurde wieder aufgenommen, nachdem der Anwalt seiner Noch-Ehefrau Julia Meck einen Strafantrag gestellt und die Wiederaufnahme beantragt hatte. Zunächst waren die Verfahren eingestellt worden, nachdem auf Strafanträge verzichtet worden war und die Staatsanwaltschaft kein öffentliches Interesse an einer weiteren Verfolgung gesehen hatte.
Wirtschaftsförderung sorgt sich um rund 80 Arbeitsplätze
Auch die Dortmunder Wirtschaftsförderung hat inzwischen auf JPs Ankündigung reagiert, seine Unternehmen schließen zu wollen. Geschäftsführerin Heike Marzen erklärte, jeder verlorene Arbeitsplatz habe existenzielle Auswirkungen auf die Beschäftigten und schwäche zugleich den Wirtschaftsstandort Dortmund. Die weitere Entwicklung rund um JP Performance wolle man aufmerksam begleiten. In JPs Unternehmen sollen insgesamt rund 80 Mitarbeiter beschäftigt sein.
Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft
Auch bei den Beschäftigten von JP Performance herrscht nach der angekündigten Schließung Unsicherheit. Gegenüber BILD beschreibt ein Mitarbeiter die aktuelle Situation als „Scheißgefühl“. Bislang habe noch keiner der Beschäftigten eine Kündigung erhalten. Gleichzeitig sei offen, wie es für sie weitergeht.
Seit JPs Ankündigung habe es nach Aussage des Mitarbeiters keinen direkten Kontakt zu ihm gegeben. Über die Unternehmensführung sei die Anweisung gekommen, die Läden zu schließen. Am Dortmunder Standort werde bereits Inventar eingepackt und ins Lager gebracht. Zudem wurden die großen Scheiben der Werkstatt mit schwarzer Folie abgeklebt.
Besonders Gedanken macht sich der Mitarbeiter um ältere Kollegen und Beschäftigte mit Familien. Er selbst hoffe, aufgrund seines Alters leichter einen neuen Job zu finden.
Flo Runte spricht von „moralisch nicht tragbaren“ Gründen
Auch aus dem früheren Mitarbeiterkreis kommen neue Aussagen. Flo Runte, der JP Performance bereits kurz vor Bekanntwerden der aktuellen Vorwürfe verlassen hatte, hat sich inzwischen zu den Gründen seines Abgangs geäußert. Nach einem Bericht von „Comicschau“ habe es Entwicklungen gegeben, die für ihn „moralisch nicht tragbar“ gewesen seien. Welche konkreten Vorgänge er damit meint, machte Flo bislang jedoch nicht öffentlich.
Zoki: „Nicht nur gerochen, sondern involviert“
Deutlicher wird inzwischen auch Zoran „Zoki“ Tilev von Speed Engineering. Sein Unternehmen war zunächst in die Hallen von JP Performance gezogen, hatte den Standort jedoch bereits vor Bekanntwerden der aktuellen Vorwürfe wieder verlassen. Auf die Spekulationen über die Hintergründe reagierte Zoki nun mit einer bemerkenswerten Aussage: Er habe den „Braten nicht nur gerochen“, sondern sei „involviert“ gewesen. Details wolle er nicht über Instagram verbreiten, sondern mit Anwälten besprechen.
Was Zoki mit seiner Beteiligung konkret meint und ob diese unmittelbar mit den Vorwürfen gegen JP zusammenhängt, ist bislang nicht öffentlich geklärt. Er erklärte zugleich, dass Personen, die besonders nah an den Vorgängen gewesen seien, derzeit kaum öffentlich darüber sprechen würden. Damit bleiben trotz der neuen Aussagen weiterhin viele Fragen offen.

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