Zehn Monate Haft auf Bewährung: Jurassica Parka spricht über die Folgen für seine Karriere

Jurassica Parka, die Kunstfigur von Mario O., steht nach einer weiteren Verurteilung vor dem Ende ihrer Bühnenkarriere. Das Amtsgericht Tiergarten verhängte am 23. September 2026 zehn Monate Haft auf Bewährung wegen des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Inhalte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Im Prozess legte Mario ein Geständnis ab, berichtet tagesspiegel.de.
Mario O. räumt die Taten ein
Bei einer Durchsuchung seiner Berliner Wohnung stellten Ermittler elektronische Datenträger sicher. Darauf fanden sie 28 kinderpornografische Bilder und 131 entsprechende Videos sowie sechs jugendpornografische Bilder und 17 Videos. Die Aufnahmen hatten zusammen eine Laufzeit von mehr als sechs Stunden.
Vor Gericht reagierte Mario bestürzt auf die Anklage.
„Die Vorwürfe hören sich furchtbar an.“
Er erklärte außerdem, dass ihm erst durch das Verfahren das Ausmaß seines Handelns bewusst geworden sei. Seine damalige Lage beschrieb er mit drastischen Worten:
„Tiefer und dunkler war ich nie, ich will da nie wieder zurück.“
Mario spricht über Sucht und Therapie
Mario führte seinen Kontrollverlust auf eine langjährige Suchterkrankung zurück. Zur Zeit der Durchsuchung habe er massiv Alkohol konsumiert. In einer Videobotschaft hatte er bereits 2025 öffentlich über seine Abhängigkeit gesprochen und sämtliche Auftritte abgesagt.
Darin blickte er auf die Monate vor seinem Rückzug zurück.
„2025, aber auch davor schon, also bis in den Sommer hinein, war das eine Zeit voller Abstürze.“
Inzwischen trinke er seit mehreren Monaten keinen Alkohol mehr. Außerdem kündigte Mario vor Gericht an, sich therapeutisch behandeln zu lassen, auch wegen seiner Pädophilie.
Jurassica Parkas Karriere ist beendet
Als Jurassica Parka hatte sich Mario über viele Jahre einen Namen in der Berliner Partyszene gemacht. Neben Bühnenauftritten betrieb er einen YouTube-Kanal und präsentierte die Personality-Show „Paillette geht immer“ im BKA-Theater. Nach Bekanntwerden der Ermittlungen beendeten Veranstalter und Geschäftspartner die Zusammenarbeit, auch private Kontakte brachen ab.
Mario schilderte, was die Vorwürfe beruflich für ihn bedeuteten.
„Ich habe durch mein Handeln meinen ganzen Beruf verloren – was ich mir in 20 Jahren aufgebaut habe als Bühnenkünstler.“
Seine Anwältin fasste die Folgen noch schärfer zusammen.
„Er hat den Karrieretod erlitten.“
Frühere Verurteilung wurde erst später bekannt
Es ist nicht Marios erstes Strafverfahren wegen solcher Inhalte. Bereits im Oktober 2023 verurteilte ihn dasselbe Gericht zu 160 Tagessätzen à 70 Euro. Damals ging es um eine kinderpornografische Fotomontage, die er 2021 in einem sozialen Netzwerk hochgeladen hatte. Öffentlich bekannt wurde dieses rechtskräftige Urteil erst im Zuge des neuen Falls.
Die aktuellen Ermittlungen begannen nach einem Hinweis des US-amerikanischen National Center for Missing & Exploited Children an das Bundeskriminalamt. Das BKA gab den Fall anschließend an die Berliner Behörden weiter.
Verwendete Quellen
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