12. August 2026

Kokain im Reality-TV? Immer mehr Stars sprechen über Drogen hinter den Kulissen

Kokain im Reality-TV? Immer mehr Stars sprechen über Drogen hinter den Kulissen

Kokain, Liquid Ecstasy und angeblich vertuschte Zwischenfälle: In der deutschen Reality-TV-Szene häufen sich die Aussagen über den Konsum harter Drogen. Was lange hauptsächlich hinter vorgehaltener Hand diskutiert wurde, wird inzwischen von immer mehr bekannten Reality-Stars öffentlich angesprochen.

Jetzt meldet sich mit Steffen Vogeno ein weiterer Reality-TV-Insider zu Wort – und macht deutlich: Kokainkonsum innerhalb der Bubble sei seiner Wahrnehmung nach längst kein Einzelfall mehr.

Steffen Vogeno: „Gelegentlich mal geschneit“

In einem aktuellen Video auf seinem TikTok-Kanal kündigt der ehemalige „Bachelorette“-Kandidat Steffen Vogeno an, künftig häufiger mit Vorurteilen und Mythen rund um die Reality-TV-Welt aufzuräumen.

Direkt eines seiner ersten Themen: Drogen.

Dabei findet Vogeno deutliche Worte:

„Dass es in dieser Bubble kein Einzelfall ist, dass da gelegentlich mal geschneit wird, ist glaube ich kein offenes Geheimnis mehr. Das weiß man.“

Mit dem Begriff „Schnee“ spielt Vogeno offensichtlich auf Kokain an. Nach seiner Darstellung sei der Konsum innerhalb bestimmter Kreise der Reality-Szene durchaus bekannt.

Vogeno berichtet zudem von eigenen Erlebnissen bei Veranstaltungen. Dort sei ihm selbst bereits Konsum angeboten worden. Für ihn komme das allerdings nicht infrage – er halte sich nach eigener Aussage von solchen Substanzen fern.

Party-Lifestyle als möglicher Nährboden

Eine mögliche Erklärung sieht Vogeno im Lifestyle vieler Reality-Stars. Wer ständig von Party zu Party und von Event zu Event ziehe, bewege sich automatisch in einem Umfeld, in dem solche Substanzen häufiger eine Rolle spielen könnten.

Wie Drogen möglicherweise auf Veranstaltungen oder sogar an Drehorte gelangen, lässt er offen. Sein Statement fügt sich jedoch in eine Reihe ähnlicher Aussagen ein, die in den vergangenen Monaten aus der Reality-Szene öffentlich geworden sind.

Tara Tabitha berichtet von drei auffälligen Kandidaten

Für besonderes Aufsehen sorgte zuletzt auch Tara Tabitha. Unter einem Beitrag des Instagram-Accounts „kikioderkarsten“, der den Umgang mit Drogen innerhalb der Reality-Szene thematisierte, berichtete Tara von eigenen Erfahrungen bei einer TV-Produktion.

Demnach seien in einer Show „drei Kandidaten eindeutig drauf“ gewesen. Die Personen hätten die übrigen Teilnehmer während der Nacht massiv beschäftigt.

Eine geplante Drehszene habe sich laut Tara sogar um rund zwei Stunden verzögert, weil eine Person unter Paranoia und einem Nervenzusammenbruch gelitten habe. Mit einem Schneeflocken-Emoji deutete Tara dabei Kokain an.

Am nächsten Tag habe man den Teilnehmern nach ihrer Darstellung gesagt, der Vorfall solle nicht weiter thematisiert werden. Konsequenzen habe es demnach nicht gegeben.

Welches Format Tara meint, verriet sie nicht.

Kandidat angeblich nach nur 48 Stunden raus

Auslöser für Taras Reaktion war ein Beitrag von „kikioderkarsten“. Darin wurde behauptet, dass ein Kandidat bei einer Reality-Produktion bereits nach ungefähr 48 Stunden aufgrund eines Drogenproblems ausgeschieden sei.

Dabei gehe es ausdrücklich nicht um Cannabis, sondern unter anderem um Kokain, Ecstasy und Liquid Ecstasy.

Noch schwerer wiegt eine weitere Behauptung: Bei einer früheren Produktion soll ein Kandidat nach der Einnahme von Liquid Ecstasy beinahe gestorben sein. Der entsprechende Vorfall sei anschließend nicht in der Sendung gezeigt worden.

Belege oder Namen wurden allerdings nicht veröffentlicht. Die Aussagen sind daher bislang nicht unabhängig bestätigt.

Lisha: Kokainspuren im Sommerhaus-Badezimmer

Tara und Steffen Vogeno sind längst nicht die einzigen Reality-Bekanntheiten, die das Thema öffentlich ansprechen.

Bereits Ende 2025 sorgte Lisha Savage mit Aussagen über ihre Teilnahme am „Sommerhaus der Stars“ 2020 für Aufsehen.

Unter einem Instagram-Beitrag behauptete sie:

„Im Sommerhaus lagen jeden Tag Kokainspuren.“

Gemeint gewesen sei das Badezimmer, in dem keine Kameras installiert waren.

Gleichzeitig kritisierte Lisha die Kontrollen vor Reality-Produktionen und erklärte, dass sich Gegenstände offenbar vergleichsweise leicht in Formate einschmuggeln ließen.

Annemarie Eilfeld spricht von illegalen Substanzen

Auch Annemarie Eilfeld, die 2020 gemeinsam mit Lisha im „Sommerhaus der Stars“ lebte, schaltete sich in die Diskussion ein.

Sie kritisierte öffentlich, dass illegale Substanzen in Reality-Formate hineingebracht und dort konsumiert würden.

Noch brisanter: Eilfeld erklärte, sie habe teilweise den Eindruck, Produktionen würden bewusst wegschauen.

Ein unabhängiger Nachweis dafür, dass während der damaligen „Sommerhaus“-Staffel systematisch Kokain konsumiert wurde, liegt allerdings nicht vor.

Aurelia Lamprecht: „90 Prozent der Szene“

Noch drastischer fiel die Einschätzung von Aurelia Lamprecht aus.

Die ehemalige „Love Island“-Kandidatin erklärte bereits im Oktober 2025 in ihrer Instagram-Story, ihrer persönlichen Einschätzung nach seien „90 Prozent der Szene“ abhängig.

Was sie innerhalb der Reality-Bubble erlebt habe, bezeichnete sie als traumatisierend.

Für die von ihr genannte Zahl gibt es allerdings keine unabhängigen Daten oder Belege. Sie stellt daher ausschließlich Aurelias persönliche Einschätzung dar.

Yasin Mohamed spricht offen über sein Kokainproblem

Dass harte Drogen innerhalb der Reality-Szene zumindest kein vollständig erfundenes Thema sind, zeigt auch Yasin Mohamed.

Anders als bei vielen anonymen Vorwürfen gegen andere Kandidaten spricht er offen über seine eigene Vergangenheit.

Bereits 2025 erklärte Yasin, während seiner früheren Partyphase praktisch jede Art von Droge ausprobiert zu haben. Anfang 2026 wurde er noch konkreter und sprach selbst von einem „massiven Kokainproblem“, das er gehabt habe.

Wichtig dabei: Yasins Aussagen belegen nicht, dass er bei Reality-Drehs Kokain konsumierte. Sie zeigen jedoch, dass problematischer Drogenkonsum auch innerhalb der bekannten Reality-Szene tatsächlich vorkommt und nicht ausschließlich Gegenstand anonymer Gerüchte ist.

Auch um „Ex on the Beach“ gab es bereits Gerüchte

Bereits Ende 2025 machten außerdem Gerüchte rund um „Ex on the Beach“ die Runde.

Ein Kandidat soll angeblich wegen „Substanzen“ aus einer Produktion geflogen sein. RTL bestätigte diese Behauptung jedoch nicht.

Auch hier gilt deshalb: Ein tatsächlicher Drogen-Rauswurf ist öffentlich bislang nicht belegt.

Immer mehr Reality-Stars sprechen über dasselbe Thema

Einzelne Behauptungen lassen sich bis heute nicht überprüfen. Auffällig ist dennoch, wie viele Personen aus unterschiedlichen Teilen der Reality-TV-Szene inzwischen öffentlich über ähnliche Erfahrungen sprechen.

Ob hinter den Kulissen des deutschen Reality-TVs tatsächlich ein strukturelles Drogenproblem besteht, lässt sich daraus noch nicht beweisen. Die immer größer werdende Zahl öffentlicher Aussagen sorgt allerdings dafür, dass das Thema kaum noch als bloßes Gerücht abgetan werden kann.

Und möglicherweise ist das erst der Anfang: Steffen Vogeno kündigte bereits an, künftig noch häufiger über Mythen, Vorurteile und bislang wenig thematisierte Seiten der Reality-TV-Welt sprechen zu wollen.

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