Frontalangriff im Netz: Henna rechnet mit Sashkas Influencer-Abrechnung ab

Nach der Veröffentlichung von Sashkas aktuellem YouTube-Video „Talentfrei erfolgreich – Wie Influencer sich in jeden Job drücken“ meldet sich Creatorin Henna mit einer emotionalen und deutlichen Video zu Wort. In mehreren Stories wirft Henna der YouTuberin vor, ein tiefsitzendes gesellschaftliches Problem auf einzelne Online-Persönlichkeiten abzuwälzen, um mit dem Frust der Zuschauer Reichweite und Werbegelder zu generieren.
Henna räumt zwar ein, dass die Einkommenskluft zwischen Internetstars und systemrelevanten Berufen absurd wirken mag, sieht die Schuld daran aber nicht bei den Creatorn. Die Ursachen seien vielmehr in der freien Marktwirtschaft zu suchen:
„Das Problem ist nicht, dass Influencerinnen viel verdienen, das Problem ist, dass gesellschaftlich relevante Berufe im Verhältnis zu wenig verdienen. Wir leben leider in einem kapitalistischen System und die Unternehmen entscheiden selber, wie sie ihr Marketingbudget wo einsetzen.“
Henna argumentiert, dass man über Steuerpolitik, Bildung und faire Löhne im Gesundheitswesen sprechen müsse, anstatt Personen dafür anzugreifen, dass sie gut bezahlte Werbedeals annehmen.
Gleichzeitig wirft Henna der YouTuberin handfeste Doppelmoral vor. Sashka nutze den Neid und Ärger der arbeitenden Bevölkerung gezielt für ihr Geschäftsmodell, bediene sich am Ende jedoch an denselben Geldquellen:
„Ihr Konzept ist halt so smart, weil die Leute halt auch so dumm sind. (...) Sie tut währenddessen auch noch so, als wäre sie der Gutmensch, aber am Ende des Tages haut sie selber Kooperationen rein und verdient sich dumm und dämlich.“
Zudem sei Sashkas journalistischer Anspruch fragwürdig: Henna kritisiert, dass Sashka vereinzelt negative TikTok-Kommentare herauspicke, diese als fundierte Recherche präsentiere und damit ihre eigene Meinung als Mehrheitsstimme verkaufe.
Besonders emotional wird Henna, wenn es um die persönlichen und psychischen Folgen des anhaltenden öffentlichen Drucks geht. Dass Sashka die Klagen betroffener Creator über digitale Hetze ins Lächerliche ziehe, empfindet Henna als untragbar:
„Es ‚rumheulen‘ zu nennen, wenn ich aufgrund des Hates wegen ihr 1,5 Monate mein Haus nicht verlassen konnte und das mich psychisch so mitgenommen hat, ist absolut geschmacklos und respektlos.“
Für Henna gehe es hierbei längst nicht mehr um berechtigte Medienkritik, sondern um kalkulierte Stimmungsmache auf Kosten der psychischen Gesundheit einzelner Personen.




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