29. Oktober 2026 3 Min. Lesezeit

Germania-Mallorca-Präsident Amir Aziz äußert sich zum Trainer-Aus von Thorsten Legat

Germania-Mallorca-Präsident Amir Aziz äußert sich zum Trainer-Aus von Thorsten Legat
Instagram / @mallorcapresidente

Nach dem Trainer-Aus von Thorsten Legat beim FC Germania Mallorca meldet sich Vereinspräsident Amir Aziz auf Instagram zu Wort. Der Immobilienunternehmer hält den Wechsel auf der Bank für richtig, weist Berichte über ein Zerwürfnis mit dem 57-Jährigen aber zurück. Erst am Montag hatten Thorsten und Mitgründer Aleksandar Petrovic verkündet, dass der ehemalige Fußballprofi nach sechs Pflichtspielen von der Seitenlinie ins Management rückt. Unter Amirs Beitrag gibt es allerdings deutliche Kritik am bisherigen Auftreten des Vereins.

Amir Aziz weist Gerüchte über einen Streit mit Thorsten Legat zurück

In der achten spanischen Spielklasse steht der im Sommer gegründete Verein um Amir, Aleksandar Petrovic und Vize-Präsident Nick Pinior nach zwei Niederlagen derzeit auf dem sechsten Platz. Den Posten an der Seitenlinie übernimmt vorerst Kapitän und Sportdirektor Bastian Müller als Spielertrainer. Zwischen den vier Gesellschaftern gebe es trotz des Trainerwechsels keinen Groll, betont Amir:

„Zunächst einmal: Wir haben den Trainer gewechselt, wir haben uns aber nicht zerstritten. Zwischen Thorsten, mir und den anderen Gründern ist persönlich alles in Ordnung.“

Thorsten habe den Club von der ersten Stunde an mit aufgebaut und verdiene dafür Respekt. Noch am Vorabend habe man miteinander gesprochen und plane gemeinsam mögliche Verstärkungen für den Kader. Für die Vereinsführung sei das Thema Trainerwechsel damit abgeschlossen.

Amir Aziz reagiert auf Kritik am FC Germania Mallorca

Neben der Trainerfrage geht Amir auf die Zweifel ein, die dem Projekt derzeit entgegenschlagen. Am Donnerstag hatte unter anderem Michael Schüler die Arbeit von Thorsten und der Vereinsführung öffentlich kritisiert. Amir räumt Fehler sowie ausbaufähige Leistungen auf dem Platz ein, zieht bei persönlichen Beleidigungen aber eine Grenze. Dass selbst Spötter keinen Beitrag des Clubs verpassen, wertet er als Beleg für das große Interesse. Zum Schluss richtet er ein Versprechen an Anhänger und Zweifler.

„Und ich kann euch versprechen, wir arbeiten jeden Tag daran, diesen Verein weiterzuentwickeln. Wer uns kritisiert, darf das gerne tun. Wer zweifelt, darf weiter zuschauen, und wer uns unterstützt, dem sage ich von Herzen Danke.“

Deutliche Kritik in den Kommentaren: „Zu einem einzigen Fußball-Meme geworden“

In der Kommentarspalte stößt Amirs Erklärung allerdings auch auf Widerspruch. Jan Leyk urteilt scharf: „Ihr seid binnen kürzester Zeit zu einem einzigen Fußball-Meme geworden.“ Anschließend stellt der Kommentator infrage, wie viel die Vereinsführung mit seriösem Fußball und einem ernst zu nehmenden Sportprojekt zu tun habe.

Ein anderer Nutzer kritisiert vor allem die Kommunikation des Clubs. Er fragt unter anderem nach den angeblich zahlreichen interessierten Spielern, angekündigten Profis und möglichen Verstärkungen im Trainerteam. Auch Thorstens künftige Funktion sei aus seiner Sicht nicht eindeutig erklärt: Während Aleksandar und Thorsten von einer Tätigkeit als Manager sprächen, habe Amir bei RTL lediglich eine beratende Rolle beschrieben. Der Nutzer fordert mehr Klarheit und wirft die Frage auf, ob beim Projekt der Fußball oder die Reichweite im Mittelpunkt stehe. Spieler sollten seiner Meinung nach wegen ihrer sportlichen Qualitäten verpflichtet werden.

Auch der Zeitpunkt des Trainerwechsels wird hinterfragt. Ein weiterer Kommentator hält die Ablösung nach sechs Spieltagen für falsch und sieht die Verantwortung vor allem bei der Kaderplanung. Seiner Ansicht nach habe die Vereinsführung mit großen Ankündigungen die Erwartungen hochgeschraubt und im Trainer nun ein „Bauernopfer“ gefunden. Er wünscht sich „ein bisschen mehr Demut“ und kritisiert zudem die Höhe der Mitgliedsbeiträge.

Zwischen den kritischen Stimmen gibt es aber auch Zuspruch. Ein Nutzer wünscht dem Verein weiterhin viel Erfolg, verweist auf die aus seiner Sicht schwierigen Bedingungen für neue Mannschaften auf Mallorca und empfiehlt einen lokalen Trainer, der die spanische beziehungsweise mallorquinische Liga kennt.

Die Vorgeschichte

Verwendete Quellen

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