Ariel so offen wie nie: Schwere Vorwürfe gegen Giuliano und traurige Kindheit

In der Talksendung „GenZüri“ beim Schweizer Sender TeleZüri zeigt sich Reality-TV-Star und Neu-Bachelorette Ariel von einer ungewohnt verletzlichen Seite. Während die Zuschauer sie aus Formaten wie dem Dschungelcamp oder „Prominent getrennt“ vor allem als laute Krawall-Queen kennen, die kein Blatt vor den Mund nimmt, spricht die junge Mutter im Interview offen wie nie über das Leben mit ihrer kleinen Tochter, die toxische Dynamik mit dem Kindsvater und ihre eigene schwierige Jugend im Heim.
Frühes Mutterglück: „Meine kleine Kopie“
Mit gerade einmal 20 Jahren wurde Ariel Mutter – ein Schritt, den die gelernte Kindererzieherin direkt nach dem Abschluss ihrer Ausbildung ganz bewusst gehen wollte. Obwohl sie damals noch mit einem Hormonstäbchen verhütete, dieses jedoch abgelaufen war, wurde sie nur eine Woche nach dem Entschluss, es mit ihrem damaligen Partner darauf ankommen zu lassen, schwanger. Heute ist ihre Tochter ihr ganzer Stolz und laut Ariel eine 1-zu-1-Kopie von ihr selbst: „Sie tickt wie ich, sie ist eine kleine Diva, sie schminkt sich immer vorm Spiegel, sie redet wie ich und macht die gleichen Bewegungen.“ Einen strikten Standard-Rhythmus mit Punkt-19-Uhr-Schlafenszeit gebe es bei den beiden nicht – die Kleine mache im Alltag einfach alles unkompliziert mit. Um ihr Kind jedoch vor den Schattenseiten des Ruhms zu schützen, zeigt Ariel ihre Tochter mittlerweile nicht mehr in der Öffentlichkeit, da sie selbst auf Spielplätzen ständig von Fremden erkannt und fotografiert werde.
Toxischer Machtkampf und emotionale Erpressung durch den Kindsvater
So harmonisch das Verhältnis zu ihrer Tochter ist, so „katastrophal“ und „toxisch“ gestaltet sich die Beziehung zum Kindsvater Giuliano Hediger, von dem sich Ariel trennte, als das Baby gerade einmal vier Monate alt war. Seitdem zieht sie die Kleine komplett alleine groß und hat nach eigener Aussage „noch nie etwas von Unterhalt gesehen“. Auch als das Baby erst fünf Monate alt war, sei ihr Ex-Partner einfach ohne Vorwarnung nach Mallorca ausgewandert – wovon Ariel erst über Dritte erfuhr. Ihre Tochter vermisse ihren Vater heute nicht, da er von Anfang an kaum präsent gewesen sei und sie es schlichtweg nicht anders kenne.
Als ihren „größten Fehler überhaupt“ bezeichnet Ariel rückblickend die Entscheidung, während der Schwangerschaft das geteilte Sorgerecht (50/50) unterschrieben zu haben. Das Sorgerecht werde vom Kindsvater heute gezielt als „Machtkampf“ und für „emotionale Erpressung“ genutzt, sobald zwischen den Ex-Partnern dicke Luft herrscht. So habe er während ihrer Teilnahme am Dschungelcamp kurzerhand verboten, dass das gemeinsame Kind mitreist – obwohl er selbst gar keine Zeit für die Betreuung hatte und Ariel sich anderweitig um eine Unterbringung kümmern musste. Genau dasselbe Spiel habe sich vor den Dreharbeiten zur Schweizer „Bachelorette“ in Thailand wiederholt: „Du machst das und das, dann darfst du sie mitnehmen nach Thailand – und wenn du das nicht machst, darfst du sie nicht mitnehmen“, schildert Ariel die Erpressungsversuche. Erst als sie mit ihrer Tochter sicher in Thailand gelandet war, platzte ihr der Kragen und sie machte ihrem Ärger in einem vierminütigen Statement Luft. Er solle lieber dankbar sein, dass sein zweites Kind eine so gute und fürsorgliche Mutter habe, anstatt ihr ständig Steine in den Weg zu legen.
Schwere Jugend im Heim und Krebstod des Vaters
Dass Ariel im TV oft so aufbrausend reagiert, hat tiefe Wurzeln in ihrer eigenen Kindheit. Als sie zwölf Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern und ihre Mutter – die Ariel als „kalten, knallharten Menschen“ beschreibt – stellte einen neuen Partner über die eigene Tochter. Da Ariel den neuen Mann nicht sofort akzeptierte, schickte ihre Mutter sie kurzerhand ins Jugendheim. Zu ihrem geliebten Vater durfte sie auf Entscheidung eines Beistands nicht ziehen, da dieser ihr alles durchgehen ließ und die Behörden fürchteten, sie würde dort ohne Regeln keine Ausbildung machen. Im Heim musste Ariel schnell lernen, „der Alpha zu sein“, um nicht gemobbt, im eigenen Zimmer bedrängt oder beklaut zu werden. Auch als Ariel mit 20 Jahren selbst schwanger wurde, näherte sich ihre Mutter zwar kurzzeitig wieder an und passte während einiger TV-Drehs auf ihre Enkelin auf, brach den Kontakt jedoch inzwischen erneut komplett ab.
Einen weiteren schweren Schicksalsschlag musste die Reality-Darstellerin erst kurz vor ihrem Einzug ins Dschungelcamp verkraften: Ihr Vater verstarb nach einem vierjährigen Kampf gegen den Krebs – eine Krankheit, die Ariel aus Angst vor dem „bösen Auge“ vier Jahre lang komplett aus ihren Instagram-Stories herausgehalten hatte, selbst wenn sie ihn auf der Intensivstation besuchte. Nur knapp einen Monat nach seinem Tod trat sie den Weg nach Australien an, weil der Vertrag längst unterschrieben war und ihr Vater immer betont hatte, dass das Format ihr größter Traum sei. Die Ablenkung im Dschungel habe ihr geholfen, nicht in ein tiefes Loch zu fallen.
Keine weiteren Kinder ohne Ehevertrag
Aus den schmerzhaften Erfahrungen als Alleinerziehende hat Ariel für ihre Zukunft klare Konsequenzen gezogen – auch wenn sie im Gespräch andeutet, sich tatsächlich noch einmal sehr verliebt zu haben. Sollte ein neuer Mann in ihr Leben treten, ist sie durch ihre Tochter heute deutlich vorsichtiger, wen sie mit nach Hause nimmt. Und auch beim Thema Familienplanung hat sie eine eiserne Regel aufgestellt: „Ich werde nie mehr ein Kind machen, bevor ich keinen Ring am Finger habe, verheiratet bin und klar alles mit Ehevertrag abgesprochen habe. So naiv mache ich kein Kind mehr.“
Verwendete Quellen
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